Die „Oberschule Grimma“ ist im Volksmund unter vielen Namen bekannt: als Wallgrabenschule (nach ihrer Adresse), als Kurvenschule (aufgrund ihrer markanten Form) oder – bei alteingesessenen Grimmaern – noch immer als „Alfred-Frank-Oberschule“, wie sie zu DDR-Zeiten hieß. Doch über viele Jahrzehnte hinweg fehlte unserer Schule ein eigener, identitätsstiftender Name. Stattdessen diente lediglich die Schulform – zunächst „Mittelschule“, später „Oberschule“ – als Bezeichnung.

Das wollten wir ändern.

Die Suche nach einem passenden Namen wurde daher sorgfältig und über einen längeren Zeitraum hinweg vorbereitet. Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte sowie Eltern waren eingeladen, ihre Vorschläge einzureichen. In einem ersten Auswahlverfahren entstand daraus eine Shortlist. Zur Wahl standen sowohl geografisch geprägte Namen, die die Lage unserer Schule und die Verbundenheit mit der Stadt Grimma widerspiegeln, als auch Persönlichkeiten – Frauen und Männer –, die einen Bezug zur Grimmaer Bildungslandschaft haben.

Im Anschluss stimmten die Vertreterinnen und Vertreter der Schülerschaft, des Kollegiums, der Eltern sowie des Schulträgers demokratisch über die Vorschläge ab. Am 20. März wurden die Stimmen ausgezählt – mit einem knappen Ergebnis:

Magdalena von Staupitz setzte sich mit 202 Punkten gegen ihre Ordensschwester, die deutlich bekanntere Katharina von Bora (197 Punkte), durch. Den dritten Platz belegte der Vorschlag „Oberschule am Wallgraben“ (171 Punkte), dicht gefolgt von „Muldentalschule“ (170 Punkte).

Der genaue Wortlaut des neuen Schulnamens steht derzeit noch nicht endgültig fest, soll jedoch zeitnah beschlossen werden. Unter anderem muss die Stadt Grimma als Schulträger sowie die Schulkonferenz noch offiziell der Namensänderung zustimmen.

Wer genau Magdalena von Staupitz war und weshalb sie eine würdige Namensgeberin unserer Oberschule ist, verrät dieses Porträt.