Unsere Outdoor AG hat es wieder getan. Im Rahmen des Sommerprogramms waren sie in Garmisch-Partenkirchen und sind auf die Alpspitze (2.628m) im Wettersteingebirge gestiegen.
Vier Mädchen und vier Jungen waren gut vorbereitet und haben es sich selber bewiesen: sie alle waren oben. Respekt!!!
Und nächstes Jahr …?
Hier findet ihr bewegte Bilder in einer Handy-Version (Youtube):
Felix, Klasse 8b
Ich war mit der Outdoor-AG auf der Alpspitze. Das Erlebnis war anstrengend, aber ich hatte auch viel Spaß. An manchen Stellen war es wirklich schierig und forderte mich heraus, dafür gab es wunderschöne Aussichten, die echt beeindruckend waren. Meiner Meinung nach lohnt es sich, dabei zu sein, wenn man mitmachen möchte. Auch Leuten, die sich nicht trauen, sage ich: Traut euch, ihr könnt es schaffen.
Frau Lang, OS Brandis
Als Fachausbilderin für Sport habe ich die Möglichkeit einige Schulen meiner Referendare kennenzulernen, unter anderem die OS Grimma. Die damalige Referendarin stellte ein interessantes Outdoorprojekt in ihrer Ausbildung vor und im regen Austausch mit Herrn Wilke war das Interesse stark geweckt – ich wollte mit! Und so kam es, dass unsere dreitägige gemeinsame Tour am Freitag, den 22. August 2025 an der Oberschule Grimma begann.
Was hatte ich zu erwarten? Schwitzen, Anstieg, motivierte Jugendliche und ein Lehrerkollegium, die sich ebenfalls auf das Abenteuer freuten. Ob wir es bis zur Bergspitze schaffen? – Daumen waren gedrückt, doch das Wetter und die körperliche Fitness jedes einzelnen ist entscheidend. Ich war sehr gespannt, wie die Umsetzung dieses Projektes in der Realität aussieht.
Bei durchwachsenem Bergwetter – leichter Nieselregen ab und zu, Sonnenschein und zu etwas tiefhängende Wolken sorgten für eine mystische Stimmung.
Der Aufstieg führte uns durch die Höllentalklamm, eine wahre Naturgewalt: donnerndes Wasser unter unseren Füßen, Gischt in der Luft und immer wieder kleine Wasserfälle, die von den Felswänden herabstürzten. Der Weg durch die Klamm war atemberaubend – ein echtes Highlight der Tour und auch für die Kids der erste Eindruck von geformten Felswänden dieser Gegend. Der Aufstieg hatte für alle seine anstrengenden Parts und doch schafften wir es zu unserer Hütte. Der erste Eindruck bestärkte das Gefühl, dass die Schüler und Schülerinnen auf dieses Erlebnis vorbereitet wurden und Anstrengungen nicht zum Hindernis des Weiterkommens führten.
Am Samstag besserten sich die Bedingungen allmählich. Zwar hing die Wolkendecke zunächst noch tief, doch das trübte nicht die Vorfreude auf den Klettersteig zur Alpspitze. Mit entsprechender Ausrüstung meisterten wir die technisch anspruchsvolle, aber lohnenswerte Route. Der felsige Steig führte uns durch steile Passagen. Die Wolken verdeckten zwar grandiose Tiefblicke, machte den Klettersteig aber nicht weniger anspruchsvoll für die Jugendlichen. Gegen Nachmittag erreichten wir wirklich unser Ziel: das Gipfelkreuz und die Freude, Erleichterung und leichte Entspannung waren in allen Gesichtern zu sehen. Herausforderung nun: der Abstieg zur Hütte. Mit weniger Energie in den Knochen und Muskeln ist dies nicht zu unterschätzen. Stets haben die präsente Erfahrung des Erwachsenen -Teams ein Gefühl von Sicherheit gegeben. Erfahrungen sowie ein professioneller Umgang mit kleinen Erschöpfungen trugen dazu bei als Team dort hochzugehen und gemeinsam wieder anzukommen. Und das ist ein wirklich wichtiges Gefühl!
Am Sonntag, dem 24. August, erwartete uns strahlender Sonnenschein und klare Sicht – perfekte Bedingungen für den Abstieg ins Tal und das erste Mal die Sicht auf unsere Umgebung, welche wir die Tage zuvor erwanderten und bekletterten. In gut 1,5 Stunden ging es mit motivierter Geschwindigkeit zurück, vorbei an Almwiesen und mit dem Gefühl, ein echtes Bergabenteuer erlebt zu haben.
Fazit: Eine Tour voller Kontraste – von rauschender Schlucht über luftigen Klettersteig bis hin zum Klettersteig-Finale. Die Alpspitze zeigt sich wild, schön und absolut lohnenswert. Das mit Jugendlichen zu erleben und solche Erfahrungen weiterzugeben, ist ein wundervolles Gefühl in der Position als Lehrkraft.
Dieses Projekt motiviert mich, auch an meiner Schule solche positiv prägenden Erlebnisse einzuführen und gerne als Unterstützer mit der OS Grimma zusammenzuarbeiten. Vielen Dank für diese Möglichkeit des Erlebens und ich bin gerne wieder mit dabei.